Temporary Space Invasion | IT-Syndikat

Rückblick:

Fotos: VORBRENNER

In der Zeit vom 12.1.2013 bis 26.1.2013 wurden die Werkstatteinrichtung und Material des IT-Syndikats aus der Tschamlerstraße ins Freie Theater Innsbruck übersiedelt. Die Räumlichkeiten wurden in dieser Zeit von MitgliederInnen des Vereins FZTFWA täglich geöffnet und betreut.
An manchen Tagen wurden Veranstaltungen bzw. Workshops für vorangemeldete TeilnehmerInnen abgehalten. Die restliche Zeit wurde für die Umsetzung anderer Projekte im Sinne der normalen Vereinstätigkeit genutzt. Dabei war immer die Besichtigung und Teilnahme von BesucherInnen erwünscht und wurde auch im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten aktiv angestrebt.

Hintergrund
Hackerspaces sind die Verschmelzung aus Infrastruktur und Gemeinschaft. Räume, die ihren NutzerInnen und TrägerInnen die Möglichkeiten geben, ihre (technischen) Projekte und Ideen umzusetzen. Dabei wird sozusagen als „Nebeneffekt” Infrastruktur, Technologie und Wissen in den Raumeingebracht, der wiederum Möglichkeiten und Einsichten für neue Projekte eröffnet.
In Innsbruck gibt es nun seit Oktober 2011 einen solchen Ort, der vom Verein zur Förderung des freien Zugangs zu technischer Fort- und Weiterbildung jeglicher Art (FZTFWA) getragen wird. Nach zwei Jahren der relativen Obskurität als Werkstattnutzer im Cunst&Co (Tschamlerstraße 3), wagt das ITSyndikat den Schritt an die Öffentlichkeit und verlagerte sich auf Einladung des Vorbrenner für zwei Wochen im Jänner 2013 in die Räumlichkeiten des Freien Theater Innsbrucks.
Eingebettet in kreativem Werkstattchaos wurde es ein weites Spektrum an Aktivitäten und Interaktionsmöglichkeiten für neugierige Stadtbenutzer: Workshops, interessante Projektumsetzungen und ein musikalisches Rahmenprogramm machten das FTI zum Ort der (Sub-)Kulturellen Begegnung. Neben den geplanten Programmpunkten gab es viel Raum für spontane Kreativitätsausbrüche in allen Bereichen der Kunst.

Sehenswertes
Während der Temporary Space Invasion wurden auch einige Langzeitprojekte des IT-Syndikats wiederbelebt bzw. weiterentwickelt. BesucherInnen des Freien Theaters konnten dabei zusehen und arbeiteten teilweise auch mit. Die Blinkenwall ist eine programmierbare Lichtinstallation, diese wurde aufgebaut und weiterentwickelt. Bereits 2003 war diese für den Webby Award in der Kategorie Net-Art nominiert. Ein ausgebautes Motorradgetriebe wurde zu einem musikalischen Instrument (Getriebeorgel). Der 3D-Drucker war während der Space Invasion praktisch im Dauereinsatz.
Darüber hinaus wurden auch verschiedene Projekte von Vereinsmitgliedern umgesetzt. Um nur einige zu nennen:
– „Is it open?“ Anwesenheitsanzeige für den Hackerspace
– Experimente mit optischer und akustischer Neuro-Stimulation
– MAME-Arcade, die unendliche Geschichte
Nachtrag
Die Temporary Space Invasion bekam von den Gästen des Freien Theaters und den Mitwirkenden im ITSyndikats durchwegs positives Feedback. Die Gelegenheit den Hackerspace an einem anderen Ort neu zu erfinden hat im Verein einen Prozess der kritischen Betrachtung des Raums als Arbeitsort und Treffpunkt in Gang gesetzt, der bis jetzt anhält. So werden während der Sommermonate die Räumlichkeiten in der Tschamlerstraße 3 völlig neu strukturiert.
Die äußerst gelungende Umsetzung hat auch zur Stärkung des Selbstbewusstseins des Vereins und seiner MitgliederInnen beigetragen. Weitere Projekte in dieser Art sind also zu erwarten. Das IT-Syndikat bedankt sich an dieser Stelle bei allen Personen und Institutionen, die die Temporary Space Invasion möglich gemacht haben:
• Freies Theater Innsbruck / Vorbrenner: Daniel Dlouhy, Melanie Moik, Andreas Pronegg
• Cunst&Co: Peter Chiochetti, Christoph Fügenschuh, Elmar Schaber
• IT-Syndikat: Jasmin Eichhorn, Albert Frisch, Lea Hetfleisch, Thomas Katzlberger,
Florian Lechner, Andreas Parschalk, Johannes Payr, Roland Obermayer, Simon Rumer, Julia Schindler, Bernhard Schneider, Daniel Walter, Romedius Weiss
• Radio Freirad 105.9: Lisa Scherz, Geronimo Schreilechner