./studio3 mind expander – Tanz die Architektur | Valerie Messini, Teresa Stillebacher

./studio3 mind expander – Tanz die Architektur

Valerie Messini, Teresa Stillebacher

Rückblick:

Fotos (schwarzweiss von Andreas Zissler, farbig von Valerie Messini, Panorama von VORBRENNER)

Tanz und Architektur sind zwei Kunstformen, die sich beide nicht nur in die dritte, räumliche Dimension ausdehnen, sondern auch eine vierte Dimension, die Zeit, beanspruchen.

In der Performance wurden Tanz und Architektur in ihrer Ausdrucksform erweitert. „Bei dem Projekt X-on, einer Zusammenarbeit zwischen dem bildenden Künstler Franz West und TŠnzer Ivo Dimchev ‚benützt‘ Dimchev West’s ‚Passstücke‘ als Antagonisten für seinen Tanz. Durch die körperliche Auseinandersetzung mit dem unbekannten Objekt, dessen Funktion erst im Tanz gefunden werden muss, macht Dimchev die Performativität und skulpturale Beschaffenheit der an organische Formen erinnernden Objekte in einer neuen und überraschenden Weise sichtbar.“

Die Performativität eines Raumes oder Raumfragmentes ist im Grunde nicht von der körperlichen Erfahrung des Benutzers zu trennen. Dieser körperliche, emotionale Eindruck entzieht sich jedoch jeglichen Mitteln der konventionellen Architekturdarstellung.

Raumbildende Objekte, gebaut von Studierenden des ./studio 3 wurden von Performancekünstler Raphaël Michon interpretiert. Musikalisch begleitet wurde Raphael Michon von Jakob Breitenlechner und Ferdinand Fritz.
Nach der Performance blieben nicht nur, statisch im Raum verteilt, die Plastiken übrig, sondern auch, wie eine Erinnerung, Projektionen der aus verschiedenen Blickwinkeln gefilmten Performance – ein Hinweis für die BetrachterInnen, die sich nun im Kopf an die Stelle des TŠnzers begibt und den Plastiken erneut ihre Funktion zuschreibt.