Outlines | Magdalena Salner, Tom Marsh, Rafael Ludescher

Rückblick:

Stills: Salner

Beteiligte: Magdalena Salner, Tom Marsh, Rafael Ludescher
Zeitraum: 11., 12., 16., 18. und 19. September 2015
Kooperationspartner: Universität für Angewandte Kunst Wien – Digitale Kunst

In den letzten Jahren sorgte die 3D-Technologie für zusehends spektakulŠrere Effekte im Mainstreamkino. Die Demokratisierung dieser Technologie sorgte dabei zudem fŸr einen breiten Zugang; insbesondere im Bereich unkonventioneller Filmproduktion fand sie vermehrt Anwendung. FŸr uns, Rafael Ludescher, Tom Marsh, Magdalena Salner, Studierende der Digitalen Kunst an der UniversitŠt fŸr Angewandte Kunst in Wien, wurde diese Technologie im SpŠtsommer 2014 Ausgangspunkt unseres Kurzfilmprojektes Outlines.
Ausgehend davon, die LinearitŠt des Filmgeschehens aufzubrechen, sodass mehrere Personen zur selben Zeit, am selben Ort, dieselbe Leinwand betrachten kšnnen und dennoch Individuelles sehen wŸrden, kam die Idee auf, mit dieser Technologie zu experimentieren. Die Intention: Das Erforschen noch gŠnzlich unbekannter Mšglichkeiten der dreidimensionalen Darstellung. Indem die 3D-Brillen von uns technisch modifiziert wurden, lie§en sich schlie§lich drei verschiedene Brillenmodelle und damit drei verschiedene Betrachtungsszenarien erstellen. Zudem Ÿbernahm der Experimentalfilm Outlines auf inhaltlicher sowie konzeptueller Ebene diese neuen Wahrnehmungsmšglichkeiten, indem das Spiel zwischen SimultaneitŠt und AsynchronizitŠt durch Interferenzen, Bildrhythmen, verknŸpfende Soundscapes und ZufŠlligkeiten hervorgehoben wurde.

Im Rahmen des VORBRENNER-Programmes konnte Outlines realisiert und September 2015 im Freien Theater Innsbruck uraufgef†hrt werden. Die Screenings waren dabei essentieller Teil des Projektes geworden. Denn erst die R†ckmeldungen der Besucher und Besucherinnen, sowie die an die jeweilige AuffŸhrung anschlie§enden Diskussionen mit dem Publikum ermšglichten einen Austausch und Einblick in die individuell wahrgenommenen PhŠnomene. Sie hatten bei weitem unsere eigenen Vorstellungen Ÿbertroffen und waren auf vielfŠltiger Ebene bereichernd fŸr unseren kŸnstlerisch-forschenden Zugang an das Projekt.