ARCHI:FICTIONS OF ECSTASY | Karin Ferrari

ARCHI:FICTIONS OF ECSTASY

Karin Ferrari

Sound- und Videoinstallation, Buchpräsentation

Eine Shopping-Mall-Pyramide in Memphis, Tennessee. Gläserne Finanzkathedralen in Kuala Lumpur. Postmoderne Tempelhotels auf Java. Neptunische Wellnessoasen in Singapur. Während Recherchereisen durch Südostasien und die USA hat Karin Ferrari Orte und Gebäude aufgesucht, an denen die Schleier zwischen den Welten und den Zeiten, dem Realen und dem Imaginären,
dem Heiligen und dem Profanen durchlässig sind. Zuletzt entdeckte Ferrari kultstättenartige Strukturen auf den Dächern von New York City. Pseudosakrale kommerzielle Architektur gibt es auf der ganzen Welt. Auch in Innsbruck. Welche utopischen Sehnsüchte manifestieren sich hier?
Ferraris Sound- und Videoinstallation ARCHI:FICTIONS OF ECSTASY berichtet von bizarren Begegnungen, fantastischen Gebäuden und unmöglichen Gegenständen an den Enden der Welt. Teil der Installation ist die Spoken-Word-Sound-Serie Travelmyth Fictional Tapes, eine Kollaboration mit dem Musiker und Sound Artist Francesco Fonassi. Im Rahmen Ferraris künstlerischer Recherche über pseudosakrale Architektur ist das Buch Rooftop Temples of New York City entstanden, das 2020 im Verlag für moderne Kunst erschienen ist

Sound- und Videoinstallation, Buchpräsentation von Rooftop Temples of New York City im BRUX / Freies Theater Innsbruck:
Mo 20.09.21 | 16–20 Uhr
Mi 22.09.21 | 18–21 Uhr

Nach dem Studium der Malerei und Kulturwissenschaften an der Akademie der bildenden Künste Wien, war Karin Ferrari zwei Jahre kuratorische Assistentin für Design am MAK in Wien und hat beinahe aufgehört Kunst zu machen, bis sie eines Nachts reptilian shapeshifting news reporter auf YouTube gebinged hat. Seitdem arbeitet sie an ihren Videos DECODING (THE WHOLE TRUTH), eine Serie experimenteller Dokufiktionen, die behaupten versteckte Botschaften in Bildern der globalen Medienkultur aufzudecken. Ferraris Arbeiten sind inspiriert von spekulativen Narrativen im Grenzbereich von Fakt und Fiktion. Ihr Werk wurde international in Museen, Kunstzentren und Galerien gezeigt, im Fernsehen ausgestrahlt und ist auf Ferraris YouTube Kanal veröffentlicht. Please subscribe.
Ferraris Einzelausstellung ‚Trash Mysticism‘ wurde 2019 im Landesmuseum Ferdinandeum gezeigt. Ihre künstlerische Arbeit wurde vielfach ausgezeichnet. Ferrari hat 2020 den Preis der Stadt Innsbruck für künstlerisches Schaffen erhalten, das Staatsstipendium für Medienkunst, den Benno Barth Award 2019 und den Hauptpreis des RLB Kunstpreis 2018. Im Sommer 2021 wird sie die Installation und Veranstaltungsreihe ‚The New Holy (Shamanic Mall Retreat)‘ im Rahmen der Förderschiene Kunst im Öffentlichen Raum des Landes Tirol in Kollaboration mit der Tiroler Künstler:innenschaft umsetzten. In den letzten Jahren hatte Karin Ferrari verschiedene Forschungs- und Residency-Aufenthalte in den USA, Europa und Südostasien.