kidnapped by our own delicious delusions | Johanna Nielson, Zoumana Meité, Agnes Schneidewind

kidnapped by our own delicious delusions

Johanna Nielson, Zoumana Meité, Agnes Schneidewind

Performance

Rückblick:

Fotos (c) Daniel Jarosch

 

Drei Künstler:innen begegnen sich mit unterschiedlichen Medien – Tanz, Zeichnung, Sound – in einen multisensorischen Dialog rund um die 22 Tarotkarten der großen Arkana. Sie untersuchen einen erfahrbaren, poetischen Raum, in dem sie sich affizieren lassen und dieses Bezeugen performen. Handlungen und Gesten bringen Geschichten und Stimmen zum Vorschein, die so vielseitig lesbar sind wie eine Tarotkarte. Die Performances können dadurch selbst als Spiegel oder Projektionsfläche von den Zuschauer*innen gelesen werden.
Wie artikuliert sich eine „kreative Lebensberatung“, die so alt ist wie jene des Tarots, in einer zeitgenössischen, feministischen Lesart als performative Symbolsprache? Was erfahren wir dabei über unsere komplexen Beziehungsgeflechte zwischen Dingen, Materialien, Sounds, Artefakten und Menschen? Was ist ein empathischer Raum? 
kidnapped by our own delicious delusions ist das nächste Kapitel von AH I SEE – eine Serie von performativen Experimenten, die sich mit dem Zusammenspiel von Zeichnen und Tanzen, spekulativen (Körper-)Landschaften und Mechanismen der Übersetzung beschäftigen.
In offenen Studios sind Interessierte dazu eingeladen, mit einer Frage zu kommen – die nicht geteilt werden muss – und die Performance antworten zu lassen. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit mit den Künstlerinnen über ihr Projekt ins Gespräch zu kommen.

Performance im BRUX / Freies Theater Innsbruck:
– Sa 19.06.21 | 20 Uhr

Termine für das offene Studio im BRUX / Freies Theater Innsbruck für jeweils 1-2 Personen pro Slot:
– Sa 12.06.21, 3 Slots: 15 Uhr  | 16 Uhr | 17 Uhr
– Mi 16.06.21, 2 Slots: 17 Uhr | 18 Uhr
Anmeldungen an agnes_schneidewind@gmx.net oder übers BRUX: https://www.brux.at/produktionen/vorbrenner-kidnapped-by-our-own-delicious-delusions/
COV-19: 3G erforderlich und FFP2

Johanna Nielson und Agnes Schneidewind arbeiten seit Mai 2018 an dem Projekt AH I SEE, eine Serie von performativen Experimenten, die sich mit dem Zusammenspiel von Zeichnen und Tanzen, spekulativen (Körper-)Landschaften und Mechanismen der Übersetzung beschäftigen. kidnapped by our own delicious delusions ist das nächste Kapitel nach The lover (November 2019, Im_flieger) und woman of a future bubble (or go tell the moss that we are leaving) (Februar 2020, Schaustelle).

Johanna Nielson (AT), Performerin, Choreografin und Pädagogin, lebt und arbeitet in Wien. Sie (co-)kreiert fluide performative Arbeiten mit einem Interesse an Improvisation, Stimme und dem Zusammenspiel von (experimenteller) Musik und Tanz. Johanna Nielson studierte zeitgenössischen Tanz und Tanzpädagogik in Linz. 2017 erhielt sie das DanceWEB Stipendium von ImPulsTanz. In Kollaboration mit Agnes Schneidewind arbeitet sie seit 2013 (Rumpuls, Performancereihe AH I SEE). Seit 2018 ist sie künstlerisch sowie organisatorisch bei Im_flieger KünstlerInnen_Initiative tätig. Johanna Nielson performte u. a. in Projekten von Alexander Chernyshkov, Evandro Pedroni und Oleg Soulimenko. www.johannanielson.com

Agnes Schneidewind (AT) hat Philosophie in Wien studiert und Weiterbildungen in Choreographie und somatischen Körperpraktiken in Antwerpen und Brüssel absolviert. 2017 hat sie den Post-Master in Performance und Artistic Research bei a.pass (advanced performance and scenography studies, Brüssel) abgeschlossen. Ausgehend von somatischen Körper- und Traumpraktiken arbeitet sie mit Bewegung, Text, und visuellen Medien. Seit 2019 arbeitet sie in künstlerischen Projekten, Organisation und Konzeption bei Im_flieger KünstlerInnen_Initiative.
http://asjnijdewindt.wordpress.com

Zoumana Meité (FR) ist darstellender Künstler und Dramaturg, dessen Fokus dem unmittelbaren szenischen Kreationsprozess gilt. Ursprünglich von der Improvisation kommend, hinterfragt er den Stellenwert, den die Subjektivität des Darstellers, dessen Vorstellungskraft, Fantasie, sowie geistigen Bilder, im szenischen Kreationsprozess einnimmt. Sein Kunstschaffen konzentriert sich darauf, Medien zu entwickeln, die einen experimentellen Schreibprozess unterstützen und darauf abzielen, die ambivalenten Beziehungen zwischen psychisch-mentalen Repräsentationen und der Bühnendarstellung zu markieren.